Suche
  • Wir beraten Sie gerne!
  • +4369917001322 / office@bbs.co.at
Suche Menü

Das Wesentliche in meinem Leben

Wolken am Himmel vor Sonnenuntergang mit Blumenwiese

„Ich habe keine Geduld mehr für bestimmte Dinge. Nicht weil ich arrogant geworden bin, sondern einfach nur, weil ich einen Punkt in meinem Leben erreicht habe, an dem ich keine Zeit mehr mit dem, was mir missfällt oder mir wehtut, verschwenden will.
Ich habe keine Geduld mehr für Zynismus, für übertriebene Kritik und Forderungen jeder Art.
Ich habe den Willen verloren, denen zu gefallen, die mich nicht mögen, die zu lieben die mich nicht lieben und die anzulächeln, die mich nicht anlachen wollen. Ich verschwende keine einzige Minute mehr an die, die lügen und manipulieren.
Ich habe mich entschlossen, nicht mehr mit Verstellung, Heuchelei, Unehrlichkeit und billigem Lob zu koexistieren. Ich toleriere weder selektive Gelehrsamkeit noch akademische Arroganz. (…)
Ich glaube an eine Welt der Gegensätze und darum vermeide ich Menschen mit starren und unflexiblen Persönlichkeiten.
In Freundschaften mag ich Mangel an Loyalität und Verrat nicht. Ich komme nicht klar mit solchen, die keine Komplimente oder ein Wort der Ermutigung geben können. Und obendrein habe ich keine Geduld für alle, die meine Geduld nicht verdienen.“
(Urheber: José Micard Teixeira)

Vieles dieser Worte ist mir vertraut aus Coaching- und psychologischen Gesprächen mit Menschen, die sich in einer persönlichen Krise, in einem Umbruch oder in Veränderung befinden. Auch sie beschreiben oft, an einem Punkt angekommen zu sein, an dem sie keine Geduld mehr haben für die Verschnörkelungen der Äußerlichkeiten, für die schönen (digitalen) Scheinwelten, für die Plattitüden und Oberflächlichkeiten, mit denen sie täglich konfrontiert sind.

Suche nach dem Sinn

Was die meisten von ihnen wollen, ist: Wahrheit. Die schonungslose Wahrheit.
Sie wollen wissen, was sie an den Punkt gebracht hat, an dem sie jetzt in ihrem Leben stehen – im radikalen Umbruch oder oft auch kurz vor der totalen Erschöpfung eines Burnouts.
Und meist taucht damit auch die essentielle Lebensfrage auf: Sie wollen zum Kern ihres ureigenen Wesens vordringen. Sie wollen wissen, was sie als Mensch ausmacht, als Mutter, als Vater, als Arbeits„kraft“, als Liebender oder Liebende, als Freund oder Freundin etc.

In uns allen steckt die tiefe Sehnsucht nach Selbsterkenntnis und danach, den wahren Sinn unseres Daseins zu ergründen. Auf der Suche nach einer Antwort können wir aber nicht fündig werden, indem wir uns noch mehr im Außen „zerstreuen“ – Möglichkeiten zur Ablenkung gibt es ja so viele.

Sondern wir werden fündig, indem wir nach innen gehen und uns „sammeln“. Indem wir – wie z.B. wie in der Achtsamkeitsmeditation – in unsere Mitte lauschen und schauen und erkennen, was sich zeigt. Auf diese Weise können wir uns selbst und unserem ureigensten Wesen begegnen. Meist entsteht dann auch eine Einsicht in unser Wertesystem und ein tiefes Verständnis für unser tägliches Tun und  Verhalten.

Auf den Punkt gebracht

Dieses Erkennen im Moment ist oftmals der Wendepunkt, der vieles ändert.
Indem wir uns sammeln, bringen wir die Dinge auf den Punkt.
Indem wir uns sammeln, finden wir den Fokus, den wir benötigen für wesentliche Entscheidungen in unserem privaten oder beruflichen Leben.
Indem wir uns sammeln, begegnen wir uns selbst und unserem Wesenskern.

Fokus auf das Wesentliche

Was ist das Wesentliche in Ihrem Leben?
Was ist die Essenz, die Sie ausmacht – die Sie als Mensch ausmacht?
Was sind Ihre Rollen, die Sie täglich spielen oder auch wirklich ausfüllen? Und wie authentisch sind Sie dabei – im „leben“ Ihrer Rollen?
Wofür bringen SIE vielleicht keine Geduld mehr auf?

Wenn wir das Wesentliche in unserem Leben (wieder)finden und über unsere Werte klar werden, dann gelingt es uns vielleicht auch wieder, Geduld aufzubringen. Nämlich für die Lebensbereiche und die Lebewesen, die uns wirklich wichtig sind.

Foto: Quinsey Sablan

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.